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Rheinmetall-Aktie: Defence belastete Q1-Ergebnis


27.04.2012
Warburg Research

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) unverändert mit "kaufen" ein.

Das Quartalsergebnis habe die Erwartungen verfehlt. Das Unternehmen habe eine starke Performance für Automotive berichtet, aber einen schwachen Ergebnisbeitrag aus dem Bereich Defence, der sich im schwachen Konzernergebnis widergespiegelt habe. Mit 44% sei der Rückgang beim Gewinn je Aktie deutlicher als erwartet ausgefallen.

Einige andere wichtige Schlussfolgerungen seien: Laut Management sei ein IPO der Automotive-Sparte eine Option. Die überzeugenden Zahlen von heute seien mit Sicherheit förderlich für eine Notierung. In der Defence-Sparte sei neben einem positiven Einmaleffekt von EUR 11 Mio. im Vorjahr der EBIT-Rückgang auf einen negativen Ergebnisbeitrag von EUR 4 Mio. im Rahmen der Konsolidierung des Gemeinschaftsunternehmens mit MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700) (Militärfahrzeuge) sowie auf ein um EUR 40 Mio. niedrigeres organisches Umsatzvolumen (mit hohem Grenzertrag) zurückführen. Der organische Umsatzrückgang decke sich gut mit der Annahme der Analysten.


Die Guidance sei bestätigt worden: Das Management bleibe bei den Zielen für den Konzern und die Segmente.

Für den Bereich Defence werde ein nur leicht unter dem Vorjahresniveau (EUR 223 Mio.) liegendes EBIT ins Auge gefasst. Angesichts des in Q1 generierten Ergebnisses von lediglich EUR 4 Mio. sehe dieses Ziel mittlerweile recht ambitioniert (aber nicht unerreichbar) aus. Laut der historischen Analyse für den Bereich Defence ab 2007 bewege sich das kumulierte EBIT in Q2 bis Q4 im Bereich von EUR 149 bis 209 Mio.

Die Analysten könnten ihre Ergebnisprognose leicht nach unten anpassen. Dies dürfte jedoch nichts an ihrer Einschätzung des Titels ändern. Rheinmetall werde mit einem EV/EBIT 2012e von 6,8x bewertet, was der Bewertung der Wettbewerber im Bereich Defence entspreche, aber deutlich unter den Automobilzulieferern und den deutschen Engineering Mid Caps (Median von 8,2x) liege. Auch DCF-Modell, KBV und FCFY würden eindeutig auf Kurspotenzial deuten.

Angesichts der niedrigen Bewertung und verschiedener Katalysatoren am Horizont (IPO Automotive, Großaufträge aus dem Ausland) würden die Analysten von Warburg Research die heutige Kursschwäche für einen Einstieg in die Rheinmetall-Aktie nutzen. Das Kursziel sehe man unverändert bei EUR 59. (Analyse vom 27.04.2012) (27.04.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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